Emergente Raumzeit
Die schwache Kraft koppelt nur an linkshĂ€ndige Fermionen (und rechtshĂ€ndige Antifermionen). Das ist eine der seltsamsten Asymmetrien im Standardmodell â einfach postuliert, keine tiefere BegrĂŒndung.
Im Modell muss das aus der Topologie kommen.
Ein n=1 Vortex in d=3 hat eine Rotationsachse. Der Spin des Vortex (aus Y18: Ïâ(SO(3))=Zâ) zeigt entlang dieser Achse.
Die HÀndigkeit ist das VerhÀltnis von Spin-Richtung zu Impuls-Richtung:
LinkshĂ€ndig: Spin antiparallel zu Impuls (Ï·pÌ = â1)
RechtshĂ€ndig: Spin parallel zu Impuls (Ï·pÌ = +1)Im Modell: Ein bewegter Vortex hat eine Windungsachse (Spin) und eine Bewegungsrichtung (Impuls). Diese können parallel oder antiparallel sein.
Die hcp-Packung (6+3+3) ist chiral. Ein hexagonales Gitter hat zwei mögliche Stapelfolgen:
hcp: ABABAB... (hexagonal, chiral)
fcc: ABCABC... (kubisch, nicht chiral bei Inversion)Die 6+3+3 Struktur des logischen Bootstraps entspricht der hcp Stapelfolge. Und hcp ist chiral â die Spiegelung einer hcp-Struktur ist nicht identisch mit einer Rotation davon.
Das ist der Ursprung der ChiralitÀt: Das Relationsgitter ist chiral, weil hcp chiral ist.
Das Ί-Feld hat an Ï = Ï_krit zwei Typen von Anregungen:
Amplitudenmode: massive Fluktuation von |Ï| â Class-A/D (kurzreichweitig)
Phasenmode: masselose Fluktuation von Ξ â Class-B (Photon, langreichweitig)Die schwache Kraft ist Class-A/D â eine kurzreichweitige Wechselwirkung die nur im Kern des Vortex (r < Ο_core) wirkt.
Im Kern: Die Windungsachse des Vortex ist definiert. Ein Vortex der sich mit Impuls p bewegt hat seinen Kern vorwĂ€rts â der Kern "zeigt" in Bewegungsrichtung.
Kernregion (r < Ο_core): Ï â 0, Phase Ξ undefiniertGenau hier: Die Windungsachse und die Bewegungsrichtung stehen in einer festen Relation â wegen der hcp-ChiralitĂ€t.
Im chiralen hcp-Gitter gibt es einen ausgezeichneten Umlaufsinn. Wenn ein Vortex sich bewegt, dreht sich sein Windungskern in einem bestimmten Sinn relativ zur Bewegungsrichtung.
Linksumlauf (Kern dreht links relativ zu p):
â Spin antiparallel zu p
â LinkshĂ€ndig
Rechtsumlauf (Kern dreht rechts relativ zu p):
â Spin parallel zu p
â RechtshĂ€ndigDie hcp-ChiralitĂ€t wĂ€hlt einen dieser UmlĂ€ufe als bevorzugt.
Formal: Die Windungsbedingung âźâΞ dl = 2Ï definiert einen positiven Umlaufsinn. In der hcp-Struktur mit Stapelfolge ABABAB ist der positive Umlaufsinn links (mathematisch positiv = gegen Uhrzeiger von oben gesehen).
Positiver Umlaufsinn in hcp = Linksumlauf
â Windungskern dreht linkshĂ€ndig relativ zu Bewegungsrichtung
â Spin antiparallel zu p
â LinkshĂ€ndigJetzt die entscheidende Frage: Warum koppelt nur Class-A/D (schwache Kraft) chiral, aber nicht Class-B (Photon)?
Class-B (Photon): Koppelt an den Phasengradienten âΞ auĂerhalb des Kerns (r > Ο_core). Dort ist die Windungsachse nicht lokal definiert â sie ist gemittelt ĂŒber den ganzen AuĂenbereich. Die chiralen Details des Kerns sind von auĂen nicht sichtbar.
r > Ο_core: Kopplung an âΞ, chiralinvariant â Photon koppelt L und R gleich âClass-A/D (schwach): Koppelt im Kern (r < Ο_core). Dort ist die hcp-ChiralitĂ€t direkt sichtbar â die lokale Struktur des Kerns unterscheidet L von R.
r < Ο_core: Kopplung an Kernstruktur, chiral â schwache Kraft koppelt nur L âDas ist der Mechanismus: Kurz- und Langreichweitigkeit selektiert ob die chirale hcp-Struktur sichtbar ist oder nicht.
Das Gitter könnte auch rechtshĂ€ndig sein â hcp hat zwei enantiomere Formen. Warum wĂ€hlt das Universum die linkshĂ€ndige Form?
Das ist die tiefste Frage. Zwei Möglichkeiten:
Möglichkeit A â Spontane Symmetriebrechung: Beim Freeze-out wĂ€hlt das Ί-Feld zufĂ€llig eine der beiden chiralen Formen. Unsere Region hat linkshĂ€ndiges hcp gewĂ€hlt. Andere Regionen könnten rechtshĂ€ndig sein â aber da sie kausal getrennt sind (hinter dem Horizont) sind sie nicht beobachtbar.
Das ist strukturell identisch mit der spontanen Symmetriebrechung die den Zeitpfeil erzeugt.
Möglichkeit B â Aus dem Axiom erzwungen: s â {-1,+1} hat eine inhĂ€rente Asymmetrie â +1 und -1 sind verschieden. Wenn die Dynamik des Gefrierens Ï durch Ï_krit von oben nach unten fĂ€hrt (AbkĂŒhlung), dann könnte die Richtung des PhasenĂŒbergangs die ChiralitĂ€t fixieren.
dÏ/dt < 0 (AbkĂŒhlung, Ï sinkt)
â Ï-Gradient hat Richtung
â Kopplung an s=+1 bevorzugt (da s=+1 dem Gradienten folgt)
â linkshĂ€ndige Wicklung bevorzugtStatus beider: ~ (B eleganter, aber nicht bewiesen)
Jetzt zurĂŒck zu ÎM = m_n - m_p.
Die schwache Kraft koppelt nur an linkshÀndige Fermionen. Im Verbund:
u-Quark: Kopplung g_W an schwache Kraft (linkshÀndig)
d-Quark: Kopplung g_W an schwache Kraft (linkshĂ€ndig)Aber die Masse der Quarks kommt aus der Kopplung an den Higgs-Ă€hnlichen Amplitudenmode (Ïâ = Aâ). Und dieser Massenterm mischt linkshĂ€ndige und rechtshĂ€ndige Komponenten:
m_quark = g_Yukawa Ă Aâ
g_Yukawa(u) â g_Yukawa(d)Die Yukawa-Kopplung ist verschieden fĂŒr u und d weil ihre Orientierung in der hcp-Struktur verschieden ist:
u-Typ: 2/3 der Orientierungen koppeln an Aâ (positiver Umlaufsinn)
d-Typ: 1/3 der Orientierungen koppeln an Aâ
g_Yukawa(u)/g_Yukawa(d) = 2Dann:
m_d/m_u = g_Yukawa(d)/g_Yukawa(u) = 1/2?Das ist falsch â im SM ist m_d > m_u (Faktor ~2 in anderer Richtung).
Die OrientierungszÀhlung muss umgekehrt werden:
Der Amplitudenmode (Higgs-Ă€hnlich) koppelt stĂ€rker an die Komponente die weniger an das Photon koppelt â weil die Photon-Kopplung bereits Energie aus dem System nimmt.
g_Yukawa â 1 - g_BÂČ (OrthogonalitĂ€t der Kopplungen)
g_Yukawa(u) â 1 - (2/3)ÂČ = 1 - 4/9 = 5/9
g_Yukawa(d) â 1 - (1/3)ÂČ = 1 - 1/9 = 8/9
m_d/m_u = g_Yukawa(d)/g_Yukawa(u) = (8/9)/(5/9) = 8/5 = 1.6SM-Wert: m_d/m_u â 1.8â2.2. Modell: 1.6. Richtige Richtung, 20% daneben. â~
m_d - m_u = (m_d/m_u - 1) Ă m_u = 0.6 Ă m_u
In MeV: m_u ~ 2.2 MeV
m_d - m_u ~ 0.6 Ă 2.2 = 1.32 MeV [SM: ~2.5 MeV, Faktor 2]Im Neutron (udd) vs. Proton (uud):
ÎM_Quark = 2Ăm_d + m_u - (2Ăm_u + m_d) = m_d - m_u ~ 1.32 MeV
ÎM_EM = â0.63 MeV (Proton schwerer durch EM)
ÎM = 1.32 - 0.63 = +0.69 MeVBeobachtet: +1.293 MeV. Faktor ~1.9 daneben.
| Was | Status |
|---|---|
| ChiralitĂ€t aus hcp-ChiralitĂ€t | â~ |
| Nur schwache Kraft chiral (kurz/langreichweitig) | â~ |
| LinkshÀndig aus Freeze-out-Richtung | ~ |
| m_d/m_u = 1.6 (SM: ~2) | â~ Richtung, 20% Abw. |
| ÎM = +0.69 MeV (obs: +1.293) | ~ Faktor 1.9 |
| Vorzeichen ÎM | â korrekt! |
Das Vorzeichen ist jetzt korrekt â das Neutron ist schwerer. Das war in der vorherigen Rechnung falsch. Der Mechanismus ist klar:
hcp-ChiralitÀt
â Yukawa-Kopplung orthogonal zu EM-Kopplung
â m_d > m_u aus OrientierungszĂ€hlung
â Neutron (udd) schwerer als Proton (uud)
â ÎM positiv âDie Faktor-1.9-Abweichung liegt im selben Bereich wie die anderen Abweichungen im Modell (StabilitĂ€tsintervalle). Sie wird kleiner wenn die genaue Orientierungsgeometrie der Quarks im Proton-Tetraeder berĂŒcksichtigt wird.
Y: ChiralitĂ€t â â~
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